Rolf de Maré und die Ballet Suedois  


Rolf de Maré und die Ballet Suedois
Erik Näslund, Direktor der Tanzmuseums, Stockholm, erzählt über
Rolf de Maré und die Ballet Suedois.

Herausgegeben: Die Andere Welt, Januar 1996

Das Hallwyl Palais, gebaut von Wilhemina von Hallwyl, als Museum und Zuhause. Rolf war ihr Lieblingsenkel.

C.M-S: Warum hat ausgerechnet Stockholm ein Tanzmuseum?

E.N.:  Eigentlich durch einen sehr reichen schwedischen Adligen - Rolf de Maré. Er war ein Kunstsammler und Tanzliebhaber. In den 20er Jahren gründete er das Ballet Suédois in Paris, das von 1920 bis 1925 als Konkurrenz zu Diaghilevs Ballett Russe bestand. Das hatte 1909 bis in die 20er Jahren aus Ballett ein Modekunst gemacht. Unter allen Künsten die damals in Paris florierten, war Ballett die Mode. Es wurde viel darüber geschrieben, Mode entstand daraus, und es gab massenhaft Besucher. Als de Maré die Ideé hatte, ein Ballett zu gründen, ergab es sich ganz von selbst, daß er nach Paris ging. Im damaligen Schweden gab es gab keine Basis für ein Avantgarde-Ballett.

Während der ersten Jahrzehnte dieses Jahrhunderts baute de Maré eine der großen modernen Kunstsammlungen in Schweden auf, mit besonderer Betonung auf Kubismus. Fernand Léger, Picasso, Braque, und ähnliches. In den Augen der schwedischen Gesellschaft, deren Kunstverständnis hauptsächlich ein realistisches und national-orientiertes war, waren dieser Maler ihrer Zeit viel zu weit voraus, de Maré wurde ausgelacht, auch von den Aristokraten. Er begann französische Kunst zu sammeln, da er der Urenkel einer der reichsten Frauen Schwedens war - Wilhelmina von Hallwyl. Sie erbaute sich einen Palast, der sowohl ein Museum als auch ihr Zuhause war. Rolf de Maré war ihre Lieblings­enkel, also war er gut betucht.

C.M-S: Ich glaube sein Vater war zeitweilig schwedischer Militärattaché in Berlin?

E.N.:  Richtig - Ende der 1890er Jahre. Rolf, der im Jahre 1888 geboren wurde, zog 1897 nach Berlin um und lebte dort einige Jahre. Er bekam einen Tutor - mit dem seine Mutter eine Affäre hatte, was zu einem großen Skandal und schließlich zur Scheidung führte. Rolf wuchs danach bei seinen Großeltern in diesem Palast-Museum hier in Stockholm auf. Das war für einen Teenager natürlich sehr langweilig, und nach einiger Zeit begann er, mit seinem Vater mitzureißen. Eine Liebe zu Reisen blieb ihm durch sein ganzes Leben bis seinem Tod 1964.

Um 1912 traf wer ein junge schwedische Maler Nils von Dardell der hatte ein ähnliches aristokratische Hintergrund mit dem Unterschied das Dardell's Familie war nicht reich und er hatte sein Leben lang Schwierigkeiten sich selbst anzunehmen. Die Familie verlangte das er heiratete - was er später tat. Die beide Junge Männer traf sich - glaube ich - in ein schwulen Club für Aristokraten hier in Stockholm was alles sehr geheimnisvoll war und trug der Name Freund von Heliogabolis. Die sind sofort Freunde geworden, was sehr vorteilhaft für beiden war. Rolf interessierte sich für Kunstsammlung und hatte das Geld dazu - und Nils - der lebte in Paris wo er studierte mit Matisse und kannte viele Künstler wie Picasso, Bracques, Leger, sowie Sartie, Cocteau, Appoliné und Gertrude Stein die später berühmt wurden - daher könnte er Rolf beraten über was zu kaufen. So entstand ein gute Symbiosis. Rolf fing an Nils Malerei zu sammeln. Heute ein groß Teil der Sammlung im Museum von Modern Art in Stockholm stammt aus sein Sammlung welche er schenkte das Museum als er starb.

C.M-S:  Eine Ausstellung mit vielen Werken aus dieser Zeit - zu ehren des 75. Jubiläums des Ballett Suedois -  ist jetzt auf Reise, glaube ich?

E.N.: Richtig. Die Ausstellung ist eröffnet etwa vor einem Monate in New York, und geht weiter dann nach San Antonio (Texas) und San Francisco (in Juni 1996) - und mit dem großere Offenheit gegenüber Schwulen dort es ist ein regt viele Aufmerksamkeit. Letztes Jahre es war in Paris gezeigt, aber jetzt ist es auf Tourneé in die Staaten ein Jahr. Es ist ein Kunstausstellung mit z. B. sehr hohe Versicherungskosten da wir zeigen etwa wie 70 Kunstwerke von Legérs allein.

Aber zurück zu de Maré. Während ein Weltreise die erreichte Japan in 1917 wo sie lernte den schwedische Ambassador  - und seine Tochter - kennen. Der Botschafter gehörte ein sehr bekannte, reiche Familie Wallenbury. Nils - immer unter Familien Druck zu heiraten fühlte sich zum Tochter der Botschafter hingezogen. Er selbst war dunkeln und gutaussehend - ein Typ der zieht beide Männer und Frauen an, und die Tochter auch war zu Nils hingezogen. Aber als der Botschafter untersuche den Hintergrund der Anwärter des Handes seine Tochter - und entdeckte das Verhältnis zu Rolf ist Nils schnell zur 'Persona non Grata' erklärt. Noch während die Affäre mit der Tochter des Botschafters noch andauerte aber, hat Nils ein junge Freund Rolf vorgestellt - Jean Börlin - einer der große junger Talente bei der Königliche Oper.

Jean Börlin

Als Jean und Rolf einander kennenlernte im späte 1917 war Jean sehr unzufrieden mit dem Ballett am Oper wo das Repertoire war langweilig und er wollte sowieso ein Choreograph werden.

Ein Freund von Nils aus Paris war ein Theaterbesitzer und Zeitungsverleger - Jacques Ebertot, die stellten Rolf und Jean ein sein Kunstlerkreise vor. Die Ideé ist geboren eine Tanzgruppe nach Paris zu entsenden da Tanz ist ein Sprache ohne Sprachbarriére. Natürlich war es das Jean Börlin der Star des Tanztruppe werden soll. Rolf wollte die Karier sein Freund unterstützen - wie Diaghilev hat es gemacht mit Niijinsky. Es gibt viel Parallel zwischen die zwei Paare. De Maré wie Diaghilev gründete ein Truppe für ihre Liebhaber, und nicht in ihre Heimat aber in Paris. Weder Diaghilev noch de Maré war ein Künstler. Der große Unterschied ist das de Maré war sehr reich und Diaghilev nicht.

Die Tanztruppe bestand fünf Jahre und eine Liste der Künstler die die Company unterstütze gleicht eine Liste der leitende Künstler der Paris der 20'er Jahren. Von Leger, Cocteau, und Sartie bis Debussy und viele Andere wie Poulenc und Milhaud. Es wurde ein echte Treibhaus der avant Garde Kunst der 20'er mit einem Konkurrenz zwischen dem Ballett Ruß und dem Ballett Seudois um wer wird die erste sein etwas Neues auf die Bühne zu bringen.

In Wirklichkeit Diaghilev trat in die Fußdruck von dem Ballett Sudois. Als die B S führte Film in die Ballett ein folgte Diaghilev, nach de Maré bestellte Musik von Le Six, machte Diaghilev das auch. Die Konkurrenz ging um wer am meisten avant Garde sein könnte, aber führte auch zu Förderung von französische Kultur.

C.M-S:   Die Komponisten von wem Musik bestellt wurde - waren sie Teil der Ballett-welt oder nicht?

E.N.: Ja und Nein. Cole Porter zum Beispiel, der wohnte in Paris einige Zeit in den 20'er Jahren, hat vorher nie etwas mit Ballett zu tun und danach schrieb nichts ähnliches wieder.

Es gab großem Debatte um die Ballett Suedois - da sie wollten etwas schaffen die ganz Neue war. Sogar als die Kritiker sehr herb mit ihnen herum ging, waren sie einig das die Tanzgruppe machte sehr viel für französische Kultur und fragte sich warum die französische Ballet das nicht tat. Die Ballett Suedois ging auf Tourneé in Europa und den Vereinigten Staaten.

Durch die ganze fünf Jahren es gab ein sehr herbe Kampagne in den schwedische Zeitungen gegen den Ballet Suedois. Es ist sein sehr traurige Kapitel in dem Geschichte der schwedische Presse. Es gab ein wirklich berüchtigte, übel, Kampagne gegen die Tanztruppe und de Maré, Börlin und Dardell. Der Grund war nicht klar bis ich in die Archiv hier arbeitete. Ein schwedische Journalist namens David Sprengel - a ein große Frankophil - bat sein Dienst an Rolf de Maré als Öffentlichkeitsverantwortlicher. Er war auch ein Freund von Dardell. De Maré schickte Sprengel ein Check welche Sprengel nahm an war eine Gage, aber wahrscheinlich de Maré kannte schon die intrigant Tendenzen von Sprengel und wollte ihm bloß los. - was ein Fehler war. Sprengel nahm seine Rache durch eine Presse Kampagne gegen die Ballett Suedois von Herbst 1920, und schilderte de Maré, Dardell und Börlin als ein Menage-a-Trois mit Jean Börlin und Nils Dardell als "Geld- Absauger" gegenüber de Maré. Es war sogar gedeutet das de Marés Großeltern hat versucht Nils und Jean mit eine Abfindung abzukaufen und zu lassen Rolf als non-compos-mentis erklären.

Das alle schlug wie ein Bombe ein und schockiert unter anderem die Dardell Familie die verlangte das Nils sich verteidigen gegen die schreckliche Vorwürfe und das er Schwule sei. Nils die besser ein Pinsel nutzen könnte malte ein Stück mit dem Titel "Die Todesvollstrecker or das Triumph der Ballett Sudeois (Sehe Bild). Jahre lang dauerte die Kampagne die stellte Rolf und Jean als Liebhaber in die übelste Art und Weise. Jena war genannt Rolf's "vaseline" Junge in Bezug auf ein Ballett in welche Jean Börlin tanzte (scheinbar) halb nackt.

Als die Tanztruppe in Stockholm weilte, jedoch, die Kritiker sagte das diese Wahnsinn soll aufhören da die Arbeit die geleistet wurde war von höchste Qualität. Da zumindest bekam sie ein berechtigte Lob von den führende Kunstkritiker. Sprengler hatte Schwierigkeiten mit diesem Seite seine Selbst und sogar schrieb über wir er Jungs attraktiv fand, aber ich glaube nicht das es je physisch vollzogen wurde. Es passiert öftermals das Menschen schieben die Schwierigkeiten die selbe haben auf anderen.

Als er entschied die Ballett Suedois aufzulösen in 1925 hatte de Maré schon Million Verlust gemacht, aber sein Interesse für das Tanz war solche das nach einige Zeit er gründete und betrieb aus sein eigene Tasche in 1933 - in Paris - die erste welt Forschungsinstitut für Tanz die Les Archiv international de la Danse genannt wurde. Das Archiv arbeitet bis die spät 40'er Jahren, aber nach dem II Welt Krieg mußte er das Archiv auflösen, und nach erfolglose Versuche es in London oder Amsterdam anzusiedeln. Damals aber hatten die Leute andere Problem als ein Bedürfnis für ein Tanz Museum so letzt endlich er schenkte ein Teil die französische Staat, und die andere brachte er nach Stockholm. Dies war die Basis der Tanzmuseum welche eröffnet wurde in 1953.

C.M-S: Wie sind Sie Chef des Museum geworden?

E.N.: Meine Forschung über die Ballett Suedois als ich beabsichtigte ein Doktorarbeit darüber zu schreiben brachte mich ins Museum und ich war Chef Redakteur eine Tanzzeitschrift welche das Museum veröffentlicht zwischen 1973 und 1981 so als meine Vorgänger in Renten gehen wollten war ich gefragt. Da ich bin auch ein Schriftsteller und Kritiker über die Aufführende Künste - Tanz, Oper, Musik und wurde langsam müde davon, dachte es könnte eine interessant Möglichkeit werden, etwas anderes zu tun.

C.M-S: Wir haben viel über Rolf und Jean Börlin gesprochen aber ich glaube sie sind selbst offen über ihre Schwulsein. Ist daß richtig?

E.N.: Ja. Das ist so.


Colin de la Motte-Sherman

 
 
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